Wie in einem Bienenstock

Täglich pendeln 81.000 Beschäftigte zu ihrem Arbeitsplatz am Frankfurter Flughafen.

SPD-Landtagsfraktion – Cord Wilke

Der Frankfurter Flughafen ist die internationale Mobilitätszentrale Hessens. Von hier aus fliegen Urlauber und Geschäftsreisende zu Zielen in der ganzen Welt. Mit knapp 81.000 Beschäftigten ist der Frankfurter Flughafen aber auch die größte lokale Arbeitsstätte in Deutschland. Die Fraport AG beschäftigt Mitarbeitende aus 88 Nationen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit geht es zu wie in einem Bienenstock: Zahlreiche Arbeiterinnen und Arbeiter kommen an und andere schwärmen wieder aus. Aber wie regelt ein so großer Arbeitgeber wie die Fraport die Arbeitswege seiner Mitarbeitenden? Wie wird es den Menschen ermöglicht, tagsüber und nachts zum Flughafen zu kommen und auch vor Ort mobil zu sein? Und was ist mit dem Klima?

58,8 Prozent aller am Flughafen Beschäftigten haben einen Arbeitsweg von bis zu 35 Kilometern. Viele von ihnen kommen mit dem Auto. Allein 300.000 Fahrzeuge passieren täglich das Frankfurter Kreuz. Es gibt aber auch zahlreiche Zugverbindungen, die die Pendlerinnen und Pendler nutzen: 266 Regional- und Expressbahnen verkehren pro Tag am Flughafen, 175 Fernzüge halten dort. Durchschnittlich 190.450 Passagiere reisen täglich zum und über den Frankfurter Flughafen.

Beeindruckende Zahlen, die die Bedeutung einer durchdachten Mobilität aufzeigen, auch in Zukunft. Für die Beschäftigten der Fraport AG gibt es verschiedene Angebote, ihre Arbeitswege komfortabel und günstig zu gestalten. Es gibt etwa ein kostenfreies Jobticket oder eine Personaltankstelle mit vergünstigten Preisen.

Für die Mobilität am Flughafen wird vermehrt auf elektrische Antriebe gesetzt: 14 Prozent der Fraport- Fahrzeuge verfügen bereits über einen trotz höherer Anschaffungspreise. Doch wirtschaftlich ist es trotzdem: Elektrische Fahrzeuge eignen sich besonders gut für den Betrieb am Flughafen. Denn im Gegensatz zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor stellen für sie Höchstgeschwindigkeiten von 30 km/h und das Stop-and-Go, wie sie zum Beispiel auf dem Vorfeld üblich sind, keine Probleme dar. Deshalb haben Elektrofahrzeuge am Flughafen eine längere Lebensdauer als Verbrenner und verursachen weniger Instandhaltungskosten und sie „tanken“ darüber hinaus auch noch den günstigeren Kraftstoff aus der Steckdose. Außerdem ist ihre CO2- und sonstige Schadstoffbilanz besser und sie sind erheblich leiser als Verbrenner.

Beim Bau des neuen Terminals 3 musste die Fraport AG auch die Anbindung aller Mitarbeitenden mitdenken. Ein neues Personen- Transport-System wurde eingerichtet. Es braucht nur 8 Minuten von Terminal 1 zu Terminal 3 und bewältigt dabei mehr als 4.000 Personen (inkl. Passagieren) pro Stunde. Zudem bietet das Parkhaus am T3 Platz für 8.500 Autos. 10 Kilometer neue Straßen werden zusätzlich für eine optimale Anbindung mit dem Auto gebaut. Und unabhängig davon wird ein Bereich für eine mögliche zukünftige S-Bahn-Strecke freigehalten. Dies sind nur einige Beispiele, wie Beschäftigte sich zum Frankfurter Flughafen hin- und von ihm wegbewegen können und wie sie vor Ort von A nach B gelangen.

Der Flughafen Frankfurt ist für Hessen nicht nur der Ausgangsund Endpunkt für Reisen, er ist auch Arbeitgeber, Pendlerziel und Umsteigeplattform.