Sicher durch die dunkle Jahreszeit

Wir geben Ihnen im Folgenden einige hilfreiche Tipps, mit denen Sie potentielle Einbrecher abschrecken und so hoffentlich sicher durch die dunkle Jahreszeit kommen.

SPD-Landtagsfraktion – Luisa Neurath

Winterzeit ist Einbruchszeit. Laut Bundeskriminalamt werden Wohnungseinbrüche meist im Winterhalbjahr verübt. Dass es nachmittags so früh dun­kel wird, nutzen Diebe gern aus, um ungesehen und ungestört ins Haus zu gelangen.

Licht machen
Eine gute Beleuchtung im Außen­bereich ist das A und O, denn sie nimmt Einbrechern den Schutz der Dunkelheit und wirkt abschre­ckend. Zudem erschwert eine mög­lichst großflächig ausgeleuchtete Fassade es ihnen, unbemerkt ins Haus zu gelangen. Die polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes empfiehlt daher, Bewegungsmelder an allen leicht zugänglichen Eingängen anzubrin­gen. In der Wohnung selbst kön­nen Zeitschaltuhren nützlich sein, die unterschiedliche Lichtquellen zu verschiedenen Zeiten steuern. So wird der Eindruck erweckt, dass jemand zuhause ist.

Sichtschutz hilft Dieben
Hohe Hecken und Gartenmauern bieten zwar Schutz vor neugierigen Blicken der Nachbarn, aber auch Diebe können sich diesen Sicht­schutz zu Nutze machen, um sich zu verstecken und unbemerkt ins Haus zu gelangen. Gleichzeitig kön­nen Bäume, Sträucher und Mauern als Kletterhilfen genutzt werden, um höhergelegene Stockwerke zu erreichen oder auf das Dach zu gelangen. Sorgen Sie also am bes­ten für freie Sicht, um Einbrecher von vornherein abzuschrecken.

Fenster und Türen geschlossen halten
Eine offene Terrassentür oder ein gekipptes Fenster sind für Einbre­cher ein schneller und einfacher Weg ins Haus, auch Dach­ oder Kel­lerfenster sind beliebte Einstiegs­möglichkeiten. Fenster und Türen sollten daher nicht unbeobachtet offen stehen und wenn möglich fest verschlossen sein. Sämtliche Türen, die ins Haus führen, soll­ten nicht nur zugezogen werden, sondern mit einer doppelten Um­drehung verschlossen werden. Das gilt auch für Türen zur Garage. Ver­stärkte Beschläge an Fenstern und Türen können für zusätzliche Si­cherheit sorgen.

Rollos nur nachts schließen
Rollläden vor den Fenstern bie­ten einen zusätzlichen Einbruchs­schutz. Bei längerer Abwesenheit, zum Beispiel während des Urlaubs, sollten sie aber nicht dauerhaft heruntergelassen bleiben – sonst merken Einbrecher schnell, dass zurzeit niemand zuhause ist. Sie können Verwandte, Freunde oder Nachbarn bitten, die Rollos abends herunterzulassen und morgens wieder aufzuziehen.

Nachbarschaftshilfe
Ein überquellender Briefkasten oder unberührter Schnee vor dem Hauseingang sind für Diebe leicht zu lesende Anzeichen dafür, dass die Bewohnerinnen und Bewoh­ner schon länger nicht zuhause waren. Sie sollten daher Nachbarn, Verwandte oder Freunde bitten, während Ihrer Abwesenheit ein wachsames Auge auf das Haus zu haben und gegebenenfalls den Briefkasten zu leeren oder Schnee zu schippen.

Privatsphäre online schützen
Geben Sie Ihren Wohnort nie­mals online preis – weder als GPS-­Standort für Fotos auf Social Media noch als immer gleicher Start­ und Endpunkt beim Teilen der wöchentlichen Jogging­Stre­cke. Sonst können Einbrecher über Urlaubsfotos herausfinden, dass Sie für längere Zeit nicht zuhause sind, und diese Informationen für ihre Zwecke missbrauchen. Stellen Sie Ihre Urlaubsfotos deshalb auch lieber erst nach dem Urlaub in den sozialen Netzwerken ein