Beuth wird zum Vetternwirtschafts-Minister

Wie heute die BILD-Zeitung berichtet, hat Innenminister Peter Beuth bereits im November aus der ehrenamtlichen Arbeit der ehemaligen CDU-Landtagsabgeordneten Margarete Ziegler-Raschdorf als Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler eine hauptamtliche Aufgabe gemacht. Damit erhält Ziegler-Raschdorf nicht mehr wie bislang 1.000 Euro Aufwandsentschädigung, sondern wird mit knapp 7.600 Euro im Monat vergütet. Über diese abermalige Vetternwirtschaft des Innenministers zeigte sich der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Günter Rudolph, entsetzt.

Günter Rudolph erklärte dazu am Samstag: „Der Fall ist ein Musterbeispiel für Filz und Vetternwirtschaft der hessischen CDU. Dass so etwas gerade von Innenminister Beuth kommt, überrascht leider wenig, er wird immer mehr zum Vetternwirtschafts-Minister. Erst Ende November des vergangenen Jahres hatte er damit Schlagzeilen gemacht, Parteifreund Seubert an die Spitze der hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung gesetzt zu haben. Nun tut er sich wieder negativ hervor, indem er einer Parteifreundin einen Versorgungsposten zu schachert. In anderen Bundesländern wird diese Arbeit teilweise von den Innenministern selbst miterledigt. Beuth hat sich in den vergangenen Monaten immer wieder vor seinem eigenen Aufgabenbereich gescheut. Dass er nun auch noch einen Versorgungsposten dafür schafft, dass andere seine Arbeit machen, setzt allem die Krone auf.“