Ryanair-Führung muss mit Widerstand rechnen

Anlässlich des Streiks der Ryanair-Beschäftigten an deutschen Flughäfen erklärte der SPD Landes- und Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel nach seinem Besuch am Streikposten in Frankfurt:

„Die Einschüchterungsversuche des Managements sind unanständig und unzulässig. Das Streikrecht ist in Deutschland von der Verfassung geschützt. Die Beschäftigten beweisen großen Mut, wenn Sie allem Druck zum Trotz für faire Anstellungsbedingung streiken. Was mir Beschäftigte heute in Frankfurt berichtet haben, grenzt an moderne Sklaverei. Ich unterstütze die Beschäftigten bei ihren Verhandlungen. Und ich bin auch sicher, dass auch die Arbeitgeberseite in der Branche den Kolleginnen und Kollegen die Daumen drückt, in Verhandlungen faire Löhne und soziale Standards zu erreichen. Die Ryanair Führung muss mit dem Widerstand der SPD rechnen, wenn sie Beschäftigte unter Druck setzt und Ausbeutung zu, schützenswerten  Geschäftsmodell erklärt.“

Schäfer-Gümbel verwies darauf, dass den Behörden die Aufgabe zukomme, die Einhaltung von geltendem Recht durchzusetzen. „Geltendes Arbeitsrecht beispielsweise im Krankheitsfall und oder bei der Abführung von Sozialabgaben gilt auch für Ryanair. Statt wie in Hessen den roten Teppich auszurollen, sollten Rentenversicherung und Zoll sicherstellen, dass Ryanair sich an die Regeln hält. Hier sind zumindest große Zweifel angebracht.“