Wolfgang Decker: Hartes Vorgehen gegen Ausbeuterfirmen am Bau dringend erforderlich

Der Hessische Rundfunk (hr) berichtet, dass auf einer Baustelle der Lufthansa am Frankfurter Flughafen den dort eingesetzten Arbeitern aus Rumänien seit vergangenem Herbst der Lohn vorenthalten wird. Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Wolfgang Decker, sagte dazu heute in Wiesbaden:
„Es ist ein unhaltbarer Zustand, wenn Arbeitnehmern über Monate hinweg der Lohn nicht ordnungsgemäß ausgezahlt wird. Und es kann auch nicht sein, dass die Arbeiter auf der Baustelle schlafen müssen. Außer den Rumänen auch andere Arbeitnehmer betroffen, so dass man hier von einem regelrechten Sumpf an dubiosen Methoden des Subunternehmers ausgehen muss. Dem muss unbedingt Einhalt geboten werden. Ich halte das für einen Fall für das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz. Darüber hinaus wurde und wird wohl auch gegen das Mindestlohngesetz und gegen die Sozialabgabenregelungen verstoßen. Kurz: Hier wird Lohn- und Abgabenbetrug auf dem Rücken der Schwächsten unter den Arbeitnehmern begangen. Dieser Fall macht wieder einmal deutlich, wie wichtig regelmäßige Überprüfungen durch die zuständigen Behörden und durch den Zoll sind. Es gibt immer noch viel zu viele schwarze Schafe am Markt, gegen die vorgegangen werden muss – auch zum Schutz der ehrlichen Unternehmen, die sich an die gesetzlich und tariflich festgelegten Spielregeln halten.“