Thorsten Schäfer-Gümbel: Museen im Land müssen angemessen gefördert werden

Beim Verbandstag des Hessischen Museumsverbandes heute in Offenbach hat der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel die Arbeit der Museen im Land gewürdigt. „Hessen hat eine vielfältige, lebendige Museumslandschaft, die alle Aspekte des Schaffens der bildenden Künste beleuchtet. Museen sind immer Orte der künstlerischen Standortbestimmung und der Besinnung auf die Kraft der Kunst. Sie bieten in ihrer Reichhaltigkeit aber auch immer wieder den neuen, den anderen Blick auf unser Sein und dessen Abbild. Die Vielfalt der hessischen Museen zu erhalten, ist eine Verpflichtung für die öffentliche Hand, aber auch für die privaten Sammler, Stifter und Mäzene, die ihre Kunstschätze den Menschen zugänglich machen“, sagte Schäfer Gümbel, der auch Vorsitzender des Kulturforums der Sozialdemokratie ist.

Schäfer-Gümbel fordert gleichzeitig den Mut aller Beteiligten zu neuen Projekten. Exemplarisch nannte er das Museum für Weltkulturen. "Ich fordere alle auf mutig auch neue Projekte anzugehen. Der Neubau und eine Neukonzeption des Museum für Weltkulturen in Frankfurt ist überfällig."

Der SPD-Chef mahnte, die Kunstsammlungen im Land finanziell so auszustatten, dass sie ihrem öffentlichen Auftrag uneingeschränkt gerecht werden könnten: „Gerade in einer Zeit, in der die Schwarze Null im Landeshaushalt das höchste Staatsziel zu sein scheint, müssen wir dafür sorgen, dass nicht fahrlässig zu Lasten von Kunst und Kultur gespart wird“, sagte er. „Seit Gründung der SPD war eines ihrer Ziele der Aufstieg durch Bildung, also auch durch den Zugang zu und das Begreifen von Kunst. Auch unter diesem Gesichtspunkt sollten uns die Museen wertvoll sein“, konstatierte Schäfer-Gümbel.

Er dankte dem Hessischen Museumsverband für dessen erfolgreiche Arbeit, die „unseren Museen eine klar vernehmbare Stimme im Konzert der Kultureinrichtungen in Hessen und darüber hinaus verleiht“. Die kulturelle Vielfalt in der Fläche und die kulturellen Leuchttürme in den Ballungszentren seien sich ergänzende Konzepte, die sich im Museumsbereich mustergültig abbildeten, so Schäfer-Gümbel, der mit Blick auf die kommenden Jahre anregte: „Lassen Sie uns erhalten, was bereits geschafft wurde, und gemeinsam angehen, was für die Museen in unserem Land noch getan werden muss.“