Günter Rudolph: Erneute Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Temme

Im NSU-Untersuchungsausschuss des Hessischen Landtags hat heute die Ehefrau von Andreas Temme ausgesagt. Günter Rudolph, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion und Mitglied des Untersuchungsausschusses, hat die Einlassungen der Zeugin wie folgt kommentiert:

„Frau Schmidt-Temme hat ausgesagt, ihr Mann habe ihr nach dem Mord an Halit Yozgat gesagt, dass er das Internetcafé dienstlich kenne. Aus Sicht der SPD belegt dies die Unglaubwürdigkeit der Behauptung von Herrn Temme, er sei damals aus privaten Gründen im Internetcafe gewesen.

Befremdlich ist, dass Frau Schmidt-Temme angegeben hat, von den telefonischen Abhörmaßnahmen gewusst zu haben. Ihr sei jedoch nicht mehr erinnerlich, woher sie dies wusste. Auf den Vorhalt, dass Kleidungsstücke mit dem Emblem der Hells Angels bei der Durchsuchung gefunden wurden, konnte sich Frau Schmidt-Temme nicht daran erinnern, dass sie solche Kleidung bei ihrem Mann je gesehen hätte und auch nichts von den Kontakten ihres Mannes zu den Hells Angels wusste.“