Karin Hartmann: Bürgerinnen und Bürger zahlen die Zeche für verfehlte Landespolitik

Die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Hartmann hat die Landesregierung dafür kritisiert, dass der Schwimmunterricht in Hessen nicht mehr flächendeckend gewährleistet werden kann. In Wiesbaden sagte die Abgeordnete: „Es ist beschämend, dass immer mehr Schulen im Land ihren Schülerinnen und Schülern keinen Schwimmunterricht anbieten können. Das ist ein unhaltbarer Zustand, denn je größer die Zahl derer, die in der Schule das Schwimmen nicht mehr lernen können, desto größer die Gefahr von schweren Badeunfällen“, warnte Hartmann.

Nach Recherchen des Hessischen Rundfunks (hr) können 15 Städte und Gemeinden in Hessen gar keinen Schwimmunterricht mehr anbieten, in anderen Kommunen drängen sich Schülerinnen und Schüler aus bis zu 18 verschiedenen Schulen in einem einzigen Hallenbad. Dazu bemerkte Karin Hartmann: „Die Landesregierung hat bisher behauptet, sie könne zur Zahl der Schwimmbäder in Hessen keine konkreten Angaben machen. Dank der Recherche des hr wissen wir nun, dass in vergangenen 15 Jahren 44 Schwimmbäder im Land geschlossen wurden. Die meisten davon mussten dicht machen, weil den Kommunen das Geld für den Unterhalt und den Betrieb der Bäder fehlt. Auch das ist ein Ergebnis der kommunalfeindlichen Politik der diversen CDU-geführten Landesregierungen, die unsere Städte, Gemeinden und Landkreise seit 1999 finanziell alleine gelassen haben. Die Zeche dafür müssen nun unsere Kinder zahlen, denen das Recht auf Schwimmunterricht verwehrt wird“, sagte Karin Hartmann.