Turgut Yüksel: Land muss Praxis der Schulplatzvergabe überdenken

Zu den aktuellen Presseberichten über die erneuten Probleme bei der Schulplatzvergabe in Frankfurt hat sich der SPD-Landtagsabgeordnete Turgut Yüksel wie folgt geäußert:

„Es ist ärgerlich, dass es Jahr für Jahr Probleme bei der Schulplatzvergabe, insbesondere in Frankfurt, gibt. Zum neuen Schuljahr haben 445 Kinder und damit 8,4 Prozent aller Schülerinnen und Schüler keinen Platz an ihrer Wunschschule erhalten. Stattdessen wurden sie vom Staatlichen Schulamt anderen Schulen zugewiesen. Das ist nicht im Interesse der Kinder und der Eltern, die sich die Wahl der weiterführenden Schule wohl überlegt und sich aus guten Gründen für bestimmte Schulen entschieden haben. Das Land muss die Praxis überdenken und im Dialog mit den Schulen, Schüler- und Elternverbänden nach Lösungen suchen, wie künftig überall in Hessen ein bedarfsgerechtes Angebot an Schulplätzen geschaffen werden kann.

Es reicht nicht, mit dem Finger auf die unzulängliche Schulentwicklungsplanung vor Ort zu zeigen. Leider zeichnet sich die schwarz-grüne Bildungspolitik auf Landesebene dadurch aus, über die Köpfe der Schülerinnen und Schüler und Eltern hinweg zu entscheiden und durch ein intransparentes Verfahren unnötige Probleme zu produzieren. Dass viele Schulen zum Losentscheid greifen, macht die Unzulänglichkeit des Vergabesystems mehr als deutlich. Die Vergabepraxis muss auf den Prüfstand und so geändert werden, dass die Pädagogik stärker in den Vordergrund rückt. Dass auch die Wohnortnähe eine untergeordnete Rolle spielt, ist fragwürdig. Da ist es kein Wunder, wenn sich Eltern zunehmend nach privaten Alternativen umsehen.“