Elke Barth: Handwerk als Motor des Mittelstands braucht bessere Unterstützung

Die mittelstandspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Elke Barth hat sich in der Plenardebatte zur Situation des Handwerks in Hessen am Mittwoch in Wiesbaden wie folgt geäußert:

„Die SPD steht uneingeschränkt zum Erhalt des Meisterbriefs und weiß um die hohe Bedeutung des Handwerks als Motor für die Wirtschaft, vor allem für den Mittelstand, in Hessen. Bei der Diskussion muss aber auch ehrlich über die Schwierigkeiten gesprochen werden, unter denen das Handwerk zunehmend leidet.

Wenn die gesamtwirtschaftliche Lage in Hessen sich besser entwickelt als die des Handwerks, wie die Antwort der Landesregierung auf eine Große Anfrage der CDU hervorgebracht hat, dann ist das ein Alarmsignal, dessen Gründe wir herausfinden müssen. Die Wachstumshemmnisse für das Handwerk liegen zum einem im Bewerbermangel in vielen Handwerksberufen, so dass Ausbildungs- und Arbeitsplätze nicht besetzt werden können, was einen Beschäftigungszuwachs verhindert. Desweiteren zeigt sich zunehmend die schwierige Situation bei Unternehmensnachfolgen. In den nächsten fünf Jahren findet in jedem vierten Handwerksbetrieb in Hessen ein Betriebswechsel statt, wobei es oft an Nachfolgerinnen und Nachfolgern fehlt. Auch wird vom Handwerk das Fehlen öffentlicher Investitionen sowie von Investitionen in der Verkehrsinfrastruktur beklagt. Dies sind weitere Faktoren, die die wirtschaftliche Entwicklung des Handwerks nicht begünstigen, wofür die SPD unter anderem die kommunalfeindliche Politik der von CDU und Grünen geführten Landesregierung verantwortlich macht.

Für die SPD geht aus der Antwort der Landesregierung hervor, dass wir uns mitnichten zurücklehnen dürfen und dass es noch eine Menge Handlungsbedarf gibt. Dies gilt auch für die Berufsorientierung junger Menschen, die man für eine solide Ausbildung im Handwerk gewinnen und begeistern muss.“