Timon Gremmels: 14. Platz beim Dienstwagen steht Fortschritten bei CO2-neutraler Landesverwaltung entgegen

„Das nennt man Pech mit dem Timing“, so der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Timon Gremmels. Eigentlich wollte sich Hessens grüne Umweltministerin Priska Hinz heute öffentlichkeitswirksam für die Fortschritte bei der CO2-neutralen Landesverwaltung feiern lassen und dann hat die Deutschen Umwelthilfe (DUH) mit ihrem Dienstwagenranking einen Strich durch die schwarz-grüne Inszenierung gezogen.

„Umweltministerin Hinz stellt heute die Ergebnisse der CO2-Bilanz der Landesverwaltung vor und wirbt damit, dass der Ausstoß reduziert werden konnte. Sie selbst trägt aber augenscheinlich nicht gerade dazu bei, zumindest wenn man den CO2-Ausstoß ihres Dienstwagens betrachtet. Beim Ranking der Deutschen Umwelthilfe scheint es der schwarz-grünen Landesregierung kein Anliegen zu sein, vorne zu liegen, sonst hätte sie sich nach dem miserablen 14. Platz im letzten Jahr um Besserung bemüht“, sagte Gremmels am Donnerstag in Wiesbaden.

Da die Aufforstung des Waldes zur Reduzierung von CO2 beitrage, erscheine die Baumpflanzaktion der Umweltministerin sicher begrüßenswert, doch am Ende stelle sich die Frage, ob Frau Ministerin Hinz sich nicht lieber einmal Gedanken über den durch ihren Dienstwagen hervorgerufenen CO2-Ausstoß machen solle. „Dass der Verbrauch niedriger sein kann, zeigen andere Minister, die mit deutlich klimafreundlicheren Fahrzeugen unterwegs sind. Eine Umweltministerin, die eine CO2-neutrale Landesregierung als Ziel ausgibt, muss mit ihrem eigenen Dienstwagen eine Vorbildfunktion einnehmen“, so der SPD-Politiker.

Die SPD-Fraktion begrüßt den heutigen Vorstoß des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Dieser kritisiert, dass die schwarz-grüne Koalition für die Reduzierung des CO2-Ausstoßes der Landesverwaltung nicht nur Ökostrom aus dem Ausland zukaufen solle, sondern für die Landesimmobilien verstärkt auf Ökostrom aus Hessen setzen müsse. „Diesen Vorstoß des BUND unterstützen wir ausdrücklich“, so Gremmels.