Gernot Grumbach: „Kulturkoffer“ muss noch fertiggepackt werden

Der kulturpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Gernot Grumbach hat den heute vorgestellten „Kulturkoffer“ als „sinnvolles Projekt“ bezeichnet, dass die SPD auch schon gefordert habe. „Kindern und Jugendlichen den Zugang zu kulturellen Angeboten niedrigschwellig zu ermöglichen, ist wichtig für die gesellschaftliche Teilhabe und stärkt das Selbstbewusstsein, insbesondere für sozial benachteiligte Kinder. Die Idee muss jetzt zügig mit Leben gefüllt werden“, sagte Grumbach am Donnerstag in Wiesbaden.

Die Ausführungen von Minister Rhein zur Umsetzung des Projekts seien etwas vage gewesen. So sei etwa die Landeskoordinierungsstelle, die beraten und unterstützen, aber auch eigene Projekte durchführen solle, noch dabei, ein Webportal mit Informationen zur Beantragung der Fördermittel einzurichten. Zudem habe sich die Jury, die die geförderten Projekte auswählen solle, noch nicht konstituiert.

„Statt eines Modellprojekts hätte Hessen auch ein Landesprogramm wie in Nordrhein-Westfalen konzipieren können. Dort stellt das Kulturministerium für den „Kulturrucksack“, der Kindern und Jugendlichen den Zugang zu kostenlosen und kostenreduzierten kulturellen Angeboten eröffnet, jährlich rund 3 Millionen Euro zur Verfügung. In Hessen sollen in das Projekt zunächst 930.000 Euro in 2016 investiert werden“, so der SPD-Abgeordnete. Grumbach forderte darüber hinaus, dass auch eine bessere kulturelle Bildung in den Schulen durch das Modellprojekt gefördert werde.