Gerhard Merz: Mehr individuelle Förderung bietet bessere Chancen für Alle und ist Voraussetzung für Chancengleichheit

Die Ergebnisse der heutigen Sitzung der Enquetekommission Bildung mit dem Themenschwerpunkt Individuelle Förderung hat die SPD-Fraktion in ihrer Forderung nach mehr und professioneller individueller Förderung für alle Schülerinnen und Schüler an hessischen Schulen bestätigt. „So verstandene individuelle Förderung ermöglicht die bestmögliche Entfaltung individueller Begabungen und Talente ebenso wie den Ausgleich und die Beseitigung von Benachteiligungen und Beeinträchtigungen. In diesem Sinne ist sie auch eine der Grundvoraussetzungen für Chancengleichheit. Wir müssen Bildungsgerechtigkeit auch als Verantwortung verstehen, jedem einzelnen Kind an unseren Schulen gerecht zu werden. Dazu brauchen unsere Schulen und Lehrkräfte mehr und bessere Möglichkeiten der Individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern“, sagte Gerhard Merz, Obmann der SPD-Fraktion in der Enquetekommission.

Hessische Schulen bedürften daher der stärkeren Unterstützung bei der individuellen Konzeptentwicklung, ebenso müsse die Lehrerausbildung stärker darauf ausgerichtet werden. Auf diesem Wege ließe sich möglichst vielen Schülern bestmögliche Bedingungen für das Erreichen der gemeinsamen Lernziele bieten. „Bildung ist der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe für Alle. Auch besondere Begabungen oder Benachteiligungen lassen sich nur durch mehr Individuelle Förderung berücksichtigen“, so Merz abschließend.

Der eingeladene Sachverständige Prof. Christian Fischer, Bildungsforscher der Universität Münster, begründete die Notwendigkeit der Individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern aus wissenschaftlicher Sicht: Empirische Studien zeigten, dass die gezielte Förderung leistungsschwächerer als auch leistungsstärkerer Schülerinnen und Schüler notwendig und zielführend ist, um das jeweilige Lernpotenzial optimal auszuschöpfen.