Corrado di Benedetto: Ausländerbeiräte sind wichtiger als je zuvor – Gehen Sie wählen!

Am Sonntag, den 29. November 2015 werden in Hessen zum achten Mal die kommunalen Ausländerbeiräte neu gewählt. „In den vergangenen 40 Jahren haben sie maßgeblich dazu beigetragen, den sozialen Frieden und den Zusammenhalt in unseren Städten und Gemeinden zu fördern und zu stärken“ sagte der integrationspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Corrado Di Benedetto, heute in Wiesbaden.

Die Ausländerbeiräte sind die einzige demokratisch legitimierte Vertretung hunderttausender Menschen ohne deutschen Pass in Hessen. „Es ist sehr erfreulich, dass sich am kommenden Sonntag landesweit mehr als 2400 Kandidatinnen und Kandidaten um einen Sitz in den rund 90 kommunalen Ausländerbeiräten bewerben. Diese hohe Zahl von Kandidaten und Kandidatinnen ist ein nicht zu übersehendes Bekenntnis dafür, dass Menschen, die immer noch vom Kommunalwahrecht kategorisch ausgeschlossen werden, sich dazugehörig fühlen wollen, und dass sie auf der Basis des Ehrenamtes bereit sind, Verantwortung für unser demokratisches Gemeinwesen zu übernehmen“ so der SPD-Politiker.

Insbesondere mit Blick auf die aktuellen, aber auch auf die künftigen Migrationsbewegungen seien die Ausländerbeiräte wichtiger als je zuvor. „Inzwischen ist ein grundlegender Wandel in der Aufgabe der Beiräte eingetreten. Sie sind nicht nur eine demokratisch legitimierte Vertretung der Menschen ohne deutschen Pass, sondern sie sind selbst Ausdruck ihres Beteiligungswillens. Dabei setzten sich die Beiräte nicht nur für Gleichberechtigung und Antidiskriminierung ein, sondern sie engagieren sich auch spürbar für das friedliche Miteinander von Minderheiten und Aufnahmegesellschaft. Darum sind sie als Brückenbauer gerade in einer Zeit, in der die Spannungen weltweit zunehmen, unverzichtbar. Insbesondere auf der Ebene der Kommunalpolitik, in der sich das reale Leben abspielt“ betont Di Benedetto.

„Gehen Sie am 29. November wählen! Zeigen Sie damit auch, dass das Recht wählen zu dürfen ein hohes Gut ist, um das uns Millionen von Menschen in anderen Ländern beneiden“ so der Politiker abschließend.