Elke Barth und Michael Siebel: Unterstützung für aussterbende Handwerksberufe muss verbessert werden

Die SPD-Landtagsabgeordneten Elke Barth und Michael Siebel haben eine Unterstützung für aussterbende Handwerkerberufe gefordert. „Traditionelle Handwerksberufe wie Buchbinder, Bürstenmacher, Glasschleifer oder Weinküfer brauchen Unterstützung, damit ihr Wissen und Können nicht verloren geht. Eine spezielle Förderung für vom Aussterben bedrohte Handwerksberufe sucht man von Seiten der Landesregierung jedoch vergeblich es nicht“, sagten Barth und Siebel unisono am Mittwoch in Wiesbaden.

Das Hessische Wirtschaftsministerium in seiner Antwort auf einer Kleinen Anfrage (Drucksache 19/2218) auf die gute wirtschaftliche Lage der Handwerksbetriebe in Hessen verwiesen, wobei auch die traditionellen Gewerke mit eingeschlossen seien.
Für sogenannte Nischenberufe, wie zum Beispiel Geigenbauer, gebe es durchaus kontinuierlichen Bedarf auf niedrigem Niveau, sie zeichneten sich durch kleine Ausbildungs- und Betriebszahlen aus.

Das Freilichtmuseum Hessenpark werde zu 100 Prozent vom Land Hessen gehalten. Dort würden nicht nur Werkzeuge und Geräte alter ländlicher Gewerke, sondern auch traditionelle Arbeitstechniken bewahrt, die den Besucherinnen und Besuchern in Vorführungen nahe gebracht werden.

„In der Beantwortung der Anfrage fehlt zudem die Aussage der Landesregierung, welche Handwerke nach eigenem Kenntnisstand vom Aussterben bedroht sind. Dies zeigt, dass man sich mit den aussterbenden Handwerksberufen scheinbar nicht näher befasst und der Entwicklung wohl auch keine Bedeutung beimisst“, so Barth.
„Es ist eine Überlegung wert, ob nicht doch für diese Berufe eine besondere Förderung des Landes eingeführt werden sollte, beispielsweise bei der Unterstützung für die Ausbildung“, sagte Siebel.