Thorsten Schäfer-Gümbel unterstützt die Initiative Medinetz auf Facebook

Der hessische SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel widmet seine Facebook-Aktion für besonderes gesellschaftliches Engagement in dieser Woche der Initiative Medinetz in Gießen. „Das Engagement der Freiwilligen ist nicht selbstverständlich, bietet aber eine große Chance dort zu helfen, wo es am notwendigsten ist“, sagte Schäfer-Gümbel am Freitag.

Jede Woche stellt Schäfer-Gümbel auf seiner Facebook-Seite ein anderes gemeinnütziges Projekt vor und wirbt für dessen Unterstützung (www.facebook.com/thorstenschaeferguembel).

Die medizinische Versorgung vieler in Deutschland lebender Flüchtlinge ist aufgrund der Gesetzgebung gar nicht oder nur unzureichend geregelt. Besonders Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus werden de facto von der medizinischen Versorgung ausgeschlossen. Nach geltendem Völkerrecht und aufgrund der eigenen ethischen Überzeugung ist es den Mitgliedern von Medinetz wichtig, Menschen – egal welcher Herkunft, Religion, Gesinnung und staatlicher Legitimation – im Krankheitsfall den Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen.

Zu diesem Zweck gibt es in vielen deutschen Städten bereits sogenannte Medinetze. Das Medinetz fungiert als Anlaufstelle und Telefonberatung für Menschen ohne Papiere, die medizinische Hilfe benötigen. Dabei leistet das Medinetz selber keine medizinische Hilfe. Die Mitglieder verstehen sich als Vermittelnde, sie erfragen die Beschwerden der Ratsuchenden und überweisen sie an geeignete Ärztinnen und Ärzte, Hebammen, Krankengymnastinnen, Heilpraktiker und andere medizinische Einrichtungen. Zu diesem Zweck gibt es ein Netz aus Ärzten und aus medizinischen Fachberufen zur Behandlung von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus.

Der Initiative gehören im Moment 25 Medizinstudierende der Justus-Liebig-Universität Gießen und Ärzte an, die alle ehrenamtlich arbeiten. Das Medinetz wird unterstützt von mehr als 30 Ärztinnen beziehungsweise Ärzten und Ambulanzen jeder Fachrichtung im Giessener Stadtgebiet. Die Mediziner behandeln die Patienten anonym und soweit es möglich ist auch kostenlos. Die Kosten für Medikamente, Labore und Untersuchungen werden über Spenden finanziert.

Um die Gesellschaft für die Problematik der Situation von Flüchtlingen zu sensibilisieren, werden von Medinetz jedes Semester verschiedene Themenabende veranstaltet. Regelmäßig finden während der Vorlesungszeit Treffen statt, jeder ist herzlich eingeladen, bei diesen Treffen vorbei zu schauen. (jeden Dienstag um 20 Uhr im Raum 1017 der alten Frauenklinik – 1. Etage, Klinikstraße 32, 35392 Gießen)

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.medinetz-giessen.de