Gerhard Merz: SPD lehnt Kürzungen bei Intensivklassen für Zuwanderer- und Flüchtlingskinder ab

Der sozialpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag Gerhard Merz kritisiert die Einsparungen der Landesregierung bei der Lehrerzuweisung für Seiteneinsteiger- bzw. Intensivklassen. „Die Reduzierung der Stundenzuweisung ist ein Fehler. Weniger Stunden bedeuten auch weniger Förderung und damit langsame statt zügige Integration“, so Merz. Er fordert die Landesregierung auf, die Stundenkürzungen zu überdenken. Es gehe darum, dass alle zugewanderten Kinder möglichst schnell und entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten in den Regelunterricht wechseln können. „Je früher und intensiver die Deutschförderung ist, desto größer sind die Chancen für die Kinder. Hier auf Zeit zu spielen, ist unfair und kontraproduktiv.“

Die Zahl der Intensivklassen steige mit wachsender Zuwanderung. Das mache mehr Klassen erforderlich. Trotzdem dürfe dies nicht auf Kosten der Qualität des Unterrichts und der zu fördernden Kinder gehen. Die Wochenstunden massiv zu kürzen und damit die Förderung zurückzufahren, helfe lediglich kurzfristig. “Langfristig verzögert und verhindert die Landesregierung damit die Integration von Flüchtlingen und Zuwanderern in die Gesellschaft.“