Timon Gremmels: Keine Änderung der Trassenführung zu Lasten Hessens

Nach Auffassung des energiepolitischen Sprechers der hessischen SPD-Landtagsfraktion Timon Gremmels zeige eine erste Analyse der Entscheidungen des gestrigen Treffens der Koalitionsspitzen zur Gleichstromtrasse SuedLink, dass die Forderung der SPD-Landtagsfraktion nach einer Bedarfsüberprüfung und dem Vorrang von Erdkabel vor Freileitung erfüllt worden seien. „Welche Konsequenzen die gestrigen Beschlüsse für den genauen Trassenverlauf von SuedLink in Hessen haben, werden wir sehr genau prüfen. Klar muss aber sein: Neue Planungen dürfen auf keinen Fall auf Kosten Hessens gehen, um Bayern zu entlasten. Jedes Bundesland muss seinen Teil zum Netzausbau beitragen“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Wiesbaden.

„Wir begrüßen, dass Erdkabel bei neuen Gleichstromtrassen in der Bundesfachplanung Vorrang erhalten sollen. Wir teilen auch die Auffassung, dass die Kosten angemessen sind, da Erdverkabelung zu einer höheren Akzeptanz bei der Bevölkerung führen kann“, sagte Gremmels. Er erinnerte daran, dass die hessische SPD seit Beginn der Planungen von SuedLink die Erleichterung des Einsatzes von Erdkabel gefordert hat.

Auch die Koalitionsspitzen haben eine regelmäßige Überprüfung des Netzausbaus bekräftigt. Hier hat es sich ausgezahlt, dass die hessische SPD intensive Gespräche sowohl mit der Spitze des Bundeswirtschaftsministeriums und der Bundesnetzagentur geführt haben. „Die Umsetzung der Beschlüsse durch die Bundesnetzagentur werden wir im Interesse Hessens kritisch begleiten“, sagte Gremmels.