Ernst-Ewald Roth: Papst-Enzyklika trifft den richtigen Ton – Umweltfrage ist nicht ohne die soziale Frage zu lösen

Der kirchenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Ernst-Ewald Roth hat bei der Debatte zur Aktuellen Stunde der Grünen im Hessischen Landtag zu einer Enzyklika des Papst Franziskus die Wahrnehmung der Grünen gesagt: „So sehr die Grünen auch versuchen, die Enzyklika des Papstes mit ihrer grünen Programmatik in Einklang zu bekommen, greift es zu kurz, das päpstliche Lehrschreiben auf eine Umwelt- oder Klimaenzyklika zu reduzieren. Ich habe alle 107 Seiten der Enzyklika Laudato si’ von Papst Franziskus ‚Über die Sorge für das gemeinsame Haus’ gelesen und, ich habe diese sehr gerne gelesen.“

„Keines dieser Themen sollte man losgelöst voneinander betrachten“, so der SPD-Abgeordnete. „Immerhin ist das in der Enzyklika meist benutze Wort mit 97 Nennungen Technik. Davon 67 Mal in Zusammenhang mit dem Begriff Macht. Ich will den Papst nicht für uns vereinnahmen, denn der Papst lässt sich nicht vereinnahmen. Aber, das Thema das er setzt, wie die soziale Frage in einer kaputten Umwelt gelöst werden soll, ist das Kernthema der SPD. Es geht hier um den sozialen Zusammenhalt in der Welt!“, sagte Roth am Donnerstag in Wiesbaden.

Und so treffe Papst Franziskus den „Nerv der Zeit“, insbesondere, da er seine Enzyklika genau zwischen dem G7-Gipfel in Garmisch-Partenkirchen und der UNO-Klimakonferenz in Paris veröffentliche.