Timon Gremmels: Hessen stellt sich seiner Verantwortung – Sicherheit muss gewährleistet sein

Der umwelt- und energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Timon Gremmels hat einen aktuellen Bericht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zur Einigung über die Festlegung von vier Zwischenlagern, darunter Biblis, für die Aufbewahrung von 26 Castoren mit atomaren Abfällen aus den Wiederaufbereitungsanlagen aus England und Frankreich als „konsequent“ bezeichnet. Eine entsprechende Vereinbarung solle zwischen dem Bundesumweltministerium und den Energiekonzernen getroffen werden. „Die hessische SPD bekennt sich zur Verantwortung unseres Bundeslandes für Atommüll und befürwortet daher die Castoren-Zwischenlagerung in Biblis als einer von vier Standorten in Deutschland. Diese Position hatten wir bisher und werden wir auch zukünftig beibehalten“, sagte Gremmels am Freitag in Wiesbaden.

Gleichzeitig kritisierte der SPD-Politiker die Haltung der bayrischen Landesregierung, die eine in Bayern vorgesehen Lagerung von Atommüll strikt ablehne und so die Energiewende gefährde. „Das Sankt-Florians-Prinzip, das die CSU wieder einmal anwendet, ist nicht nachvollziehbar. Schließlich habe man in Bayern selbst jahrzehntelang Atommüll produziert“, sagte Gremmels.

Allerdings sei Voraussetzung für die Zwischenlagerung in Biblis, dass dort ausreichend Kapazität vorhanden sein und die Sicherheit von Bevölkerung und Umwelt gewährleistet werden müsse, so der SPD-Politiker.