Günter Rudolph: Qualität des Polizei-Notrufs darf nicht Beuths Rotstift zum Opfer fallen

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion Günter Rudolph steht der angekündigten Zentralisierung des Polizeinotrufs in den Leitstellen der Flächenpräsidien kritisch gegenüber. Diese Pläne des Innenministeriums gehen aus einer Kleinen Anfrage der SPD (Drucksache 19/1566) hervor. „Die Qualität des Polizei-Notrufs darf nicht dem Rotstift der schwarz-grünen Landesregierung zum Opfer fallen. Man muss sich vorstellen: Menschen in einer Notlage, die vielleicht sogar unter Schock stehen, rufen bei der Polizei an und brauchen dringend Hilfe. Die Dienststellen vor Ort scheinen in einem solchen Fall doch der schnellere und geeignetere Anlaufpunkt zu sein, als eine zentrale Notrufstelle, die den Ruf erst zuordnen und weitergeben muss. Die Gefahr, dass dabei wertvolle Zeit verloren geht ist groß. Auch die hessische Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält den Ansatz Beuths für fragwürdig. Eine Einbindung der Gewerkschaft und damit letztendlich der betroffenen Beamtinnen und Beamten in die Umsetzung der Pläne wäre aus unserer Sicht der richtige Weg gewesen, anstatt sie vor vollendete Tatsachen zu stellen“, sagte Rudolph am Mittwoch in Wiesbaden.

Es entstehe der Eindruck, dass wieder einmal auf Kosten der Polizistinnen und Polizisten gespart werden solle. „Die SPD ist der Ansicht, dass auch weiterhin die Reviere in der Fläche gestärkt werden sollten. Die Zentralisierung ist sicherlich nicht immer das Allheilmittel. Es muss auch zukünftig gewährleistet sein, dass die Menschen vor Ort, die Hilfe benötigen, diese auch schnell bekommen“, so der Parlamentarische Geschäftsführer.