Regine Müller: Wir benötigen Prävention, engmaschige Kontrollen und genügend qualifiziertes und motiviertes Personal!

Die tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Regine Müller, hat sich im Hessischen Landtag für engmaschige Kontrollen zur Vorbeugung von Tierseuchen ausgesprochen. „Eine hohe Kontrolldichte ist gerade in unseren globalen Wirtschaftskreisläufen unbedingt notwendig. Globalisierte Agrarmärkte setzen zunehmend kleine und mittlere Produzenten unter Druck, es entsteht eine Tendenz zu einseitiger und intensiver Tierzucht. Insbesondere aber diese großen Bestände, mit teilweise enormen Mastanlagen, sind ein guter Nährboden für Erreger. Die Verbreitungswege werden kürzer und damit auch gefährlicher. Längerfristig bedarf es eines Umdenkens: wir müssen regionale Wirtschaftskreisläufe und eine wirklich artgerechte Haltung der Nutztiere nachhaltig stärken“, sagte Müller am Donnerstag in Wiesbaden.

„Für die, gerade unter der gegenwärtigen Marktsituation, notwendigen Kontrollen benötigen wir gut ausgebildetes und motiviertes Personal bei den Veterinärämtern – und dies in ausreichender Zahl. Auch hier wirkt sich die Unterfinanzierung der Gemeinden und Kreise durch die Landesregierung aber kontraproduktiv aus“, kritisierte Müller.

„Von dem vorliegenden Gesetzentwurf der Landesregierung hätten wir uns einen stärkeren Schwerpunkt bei der Prävention gewünscht. Bei weiteren Details müssen wir im Ausschuss noch tiefer einsteigen: so etwa bei den Rahmenvereinbarungen, die Dienstleister zur Tötung von kranken Tieren vorsehen. Hier interessieren uns beispielweise die Anforderungen an die Dienstleister im Sinne des Tierschutzes“, sagte Müller.