Günter Rudolph: Pentz muss sich für seine Entgleisung entschuldigen

Der Parlamentarische Geschäftsführer der hessischen SPD-Landtagsfraktion Günter Rudolph hat den CDU-Generalsekretär Manfred Pentz dazu aufgefordert, sich für seine öffentliche Beleidigung des SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel bei einer CDU-Pressekonferenz zu entschuldigen. „So also sieht die Antwort aus, wenn sich die SPD um den parlamentarischen und politischen Stil in Hessen sorgt und Verbesserungsvorschläge macht. Der Generalsekretär setzt zu einer Beleidigungsarie an. Das richtet sich selbst“, sagte der SPD-Politiker am Rande der SPD-Haushaltsklausur in Wiesbaden. Schäfer-Gümbel hatte bei einem Pressestatement die hessische Debattenkultur kritisiert und gefordert, sich wieder mehr an politischen Inhalten zu orientieren – etwa auch bei der bevorstehenden Debatte des Haushaltes. Dabei kritisierte er die Landesregierung auch für den Usus, in jeder Woche einen Tag mit einer Regierungserklärung zu blockieren, die oft nicht die notwendige inhaltliche Bedeutung habe.

„Dass Herr Pentz diese Kritik nicht als Anregung mitnimmt, sondern gleich schweres verbales Geschütz auffährt, zeigt doch, dass wir mit unserer Kritik ins Schwarz treffen. Seine Aussage über Herrn Schäfer-Gümbel ist falsch und ungehörig. Dafür muss er sich entschuldigen. Dass ausgerechnet die Partei, die ständig den „Neuen Stil“ wie eine Monstranz vor sich herträgt, nun mit solchen Entgleisungen reagiert, ist stillos“, so Rudolph.