Dr. Thomas Spies: Anhörung zur Wirkung und Schaden des Cannabisverbots ist nötig – medizinischen Nutzen ermöglichen

Der stellvertretende Vorsitzende und gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dr. Thomas Spies hat im Hessischen Landtag die Unterstützung seiner Fraktion zu einer Landtagsanhörung zu Wirkung und Schaden des Cannabisverbots und damit eine entsprechende Anregung von über 120 Strafrechtsprofessoren. „Die weltweite Debatte und die Erfahrungen aus anderen Ländern legen nahe, dass unser Verbot von Cannabisprodukten möglicherweise weniger erfolgreich ist, um Menschen vor schwerer Drogenabhängigkeit zu schützen, als ein liberalerer Umgang. Deshalb ist es sinnvoll, frei von ideologischen Scheuklappen die Fakten zu prüfen und unsere Haltung zu überprüfen“, sagte Dr. Spies am Donnerstag in Wiesbaden.

„Unerträglich aber finde ich persönlich den Umgang mit Cannabis als Medikament für schwerkranke Patienten“, so der SPD-Politiker. Tausende Untersuchungen hätten inzwischen gezeigt, dass Cannabis ein wirksames und hilfreiches Medikament beispielsweise für Krebskranke oder Patienten mit neurologischen Erkrankungen sein könne. „Wenn weitaus gefährlichere Medikamente ohne Rezept in der Apotheke gekauft werden können, dann ist es an der Zeit, Cannabis zu einem verordnungsfähigen Medikament zu machen“, sagte Dr. Spies.