Elke Barth: SPD wirbt für Ausbildung in Handwerksberufen und Beibehaltung des Meisterbriefes

Die mittelstandspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Elke Barth hat in der Debatte zur Aufhebung handwerklicher Vorschriften im Hessischen Landtag die Beibehaltung des Meisterbriefes gefordert und gleichzeitig für Ausbildung im Handwerk geworben. „Uns bereitet das Auseinanderklaffen zwischen offenen Stellen und Bewerbern auf dem Arbeitsmarkt große Sorgen. Während Akademiker in einigen Studienzweigen aufgrund des hohen Konkurrenzdrucks oftmals in geringer bezahlte Berufe ausweichen müssen, bleiben viele Ausbildungsstellen im Handwerk unbesetzt, da viele junge Menschen immer noch Abitur und Studium einer Ausbildung im Handwerk vorziehen“, sagte Barth am Mittwoch in Wiesbaden.

So seien Ende September 2014 bundesweit noch 10000 Lehrstellen unbesetzt gewesen. Dabei biete eine Ausbildung im Handwerk sehr gute Karriereperspektiven. „Nirgends gibt es bessere Möglichkeiten für eine spätere Selbstständigkeit und wer sich zum Meister entschließt, erwirbt damit auch ohne Abitur die Voraussetzung um später studieren zu können“, so die SPD-Abgeordnete.

Nach wie vor sorge man sich im Handwerk auch über den drohenden Wegfall des Meisterzwangs in weiteren Gewerken durch die EU. „Der Meisterbrief ist ein wichtiges Qualitätssiegel. Er ist nicht nur ein Garant für Qualität, sein Wegfall würde auch unser duales System aushöhlen und ginge damit zu Lasten der Ausbildung. Hier müssen wir weiter am Ball bleiben und der Abschaffung der noch vorhandenen 41 Meistergewerke weiter entschieden entgegen treten“, sagte Barth.