Günter Rudolph: Hans-Jürgen Irmer offenbart wieder einmal sein gestörtes Verhältnis zur Homosexualität

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion Günter Rudolph hat den neuesten Ausfall des bildungspolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Jürgen Irmer, gegenüber Menschen mit homosexueller Orientierung als „unerträglich“ bezeichnet. Irmer wurde in einem aktuellen Artikel der Frankfurter Neuen Presse mit den Worten zitiert: „Homosexualität ist nicht normal. Wäre sie es, hätte der Herrgott das mit der Fortpflanzung anders geregelt.“ „Die Worte von Herrn Irmer stehen leider in einer Reihe von Hetzparolen, die er bereits in der Vergangenheit gegenüber Homosexuellen geäußert hat. Nicht nur dass er im „Wetzlar Kurier“ einmal Homosexualität als „heilbar“ bezeichnete, er verunglimpfte auch Homosexuelle, die „häufiger an psychischen Erkrankungen“, leiden würden als heterosexuelle Menschen. Es spricht Bände, dass ein solcher Politiker bildungspolitischer Sprecher einer Fraktion sein kann. Dies ist nur in der hessischen CDU mit Duldung der Grünen möglich“, sagte Rudolph am Montag in Wiesbaden.

Dabei hätten sich CDU und Grüne doch den Slogan „Gleichstellung verwirklichen“ auf die Fahnen geschrieben. Im Koalitionsvertrag (Seite 53) stehe dazu: „Die freie Entfaltung der Persönlichkeit und volle gesellschaftliche Teilhabe setzen voraus, dass jeder Mensch, ungeachtet seiner sexuellen und geschlechtlichen Identität, gesellschaftliche Akzeptanz erfährt und sein Leben ohne Benachteiligungen und Diskriminierungen gestalten kann. Hessen hat inzwischen eine gute Tradition, für die Akzeptanz von Menschen mit unterschiedlichen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten zu werben.“

„Wir wollen nun von CDU und Grünen wissen, wie sie eine entsprechende Koalitionsvereinbarung im Bildungsbereich umsetzen wollen, die Verschiedenheit sexueller Orientierung zum Bestandteil schulischer Vermittlung zu machen. Eins ist klar: Bleibt Herr Irmer bildungspolitischer Sprecher der CDU, dann ist die Koalitionsvereinbarung von Anfang an zum Scheitern verurteilt“, so der SPD-Politiker.