Ernst-Ewald Roth: Aktionstag ist wichtiges Zeichen gegen Gewalt

Im Rahmen der aktuellen Stunde des Hessischen Landtags „Muslime stehen auf gegen Hass und Unrecht – wichtiges Zeichen für Vielfalt und gegen Extremismus“ hat der SPD-Landtagsabgeordnete Ernst-Ewald Roth die Wichtigkeit des Aktionstages verschiedener islamischer Dachverbände als Zeichen gegen Gewalt und Rassismus betont. Der SPD-Politiker rief aber auch dazu auf, sich bei der Suche nach den Ursachen von Extremismus nicht auf religiöse Begründungen zu beschränken.
„Die Religion wird als Grund genannt, obwohl eigentlich andere Gründe vorliegen. So verwenden viele Menschen aus Unkenntnis religiöse Begründungen für Verhaltensweisen, die traditionelle, kulturelle oder gar politische Ursachen haben“, zitierte Roth, der auch Sprecher seiner Fraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften ist, aus dem Abschlussbericht der Enquêtekommission „Migration und Integration“, wie ihn der Hessische Landtag 2013 verabschiedet hat.

„Es wundert zwar nicht, dass die Muslime in dieser Frage eine besondere Bedeutung haben. Immerhin leben in Deutschland mehr als vier Millionen Muslime“, so der SPD-Abgeordnete. „Wir müssen aber in dieser Debatte aufpassen, dass der Islam nicht in den Verdacht kommt, mit Terrorakten verknüpft zu sein“.

„Deutschland hatte einen Bundespräsidenten, der gesagt hat, ‚der Islam gehört zu Deutschland‘. Dafür ist er angefeindet worden“, erinnerte Roth. „Mit diesem Aktionstag haben die Muslime bewiesen, dass sie zu Deutschland gehören. Das war aber nicht nur eine Momentaufnahme. Sie haben zum wiederholten Male ihre Stimme für Frieden und gegen Rassismus erhoben und sich für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen ausgesprochen“.