Tobias Eckert: Vorwürfe der Einflussnahme auf Journalisten müssen aufgeklärt werden

Die TV-Berichterstattung des Hessischen Rundfunks am 14. September 2014 ("De Facto" und "Die Recycling-Lüge") zu den Ungereimtheiten bei der Produktion des Unternehmens Woolrec und eine Einflussnahme auf recherchierende Journalisten hat der SPD-Abgeordnete Tobias Eckert als alarmierend bezeichnet. „Der gesamte Vorgang Woolrec, den wir jetzt schon zwei Jahre begleiten, macht fassungslos. Die jetzt erhobenen Vorwürfe der Einflussnahme auf Journalisten, sowohl von politischer als auch privater Seite, und die Betrugsvorwürfe sind, wenn sie denn den Tatsachen entsprechen, eine Ungeheuerlichkeit. Sie müssen aufgeklärt werden“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Wiesbaden. Die SPD habe deshalb einen Berichtsantrag in den Geschäftsgang des Landtages eingebracht, der den Sachverhalt aufgreife. „Wir erwarten von Frau Ministerin Hinz, dass sie sich kooperativ zeigt und zur Klärung beiträgt.“ Darüber hinaus nehme die SPD die Berichterstattung des Hessischen Rundfunks zum Anlass, in der aus anderem Grund stattfindenden Sondersitzung des Umweltausschusses der kommenden Woche der Ministerin einige Fragen zu stellen.

In der Berichterstattung des Hessischen Rundfunks wurde von versuchter politischer Einflussnahme auf das Team des hr im Vorfeld der Sendungen und erfolgter Einflussnahme auf Journalisten in Mittelhessen gesprochen. Darüber hinaus wurde berichtet, dass die als "Prototypen" für das Recyclingprodukt "Woolit" hergestellten und präsentierten Kugeln alleine dazu dienten, die Produktionsfähigkeit vorzutäuschen. Eine erfolgreiche, vor allem aber für die Umwelt unschädliche Produktion war ganz offensichtlich von Anfang an gar nicht möglich.