Karin Hartmann: Keine Wahlfreiheit für fast 3000 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5,6 und 7

Die SPD-Bildungspolitikerin Karin Hartmann hat die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD (Drucksache 19/562) als „Beleg für die fehlende Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 an Hessens Gymnasien“ gewertet. „Wir haben nun schwarz auf weiß, dass die immer wieder von Seiten der schwarz-grünen Landesregierung propagierte Wahlfreiheit in Hessen für viele schlicht nicht existiert. Fast 3000 Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Jahrgangsstufen fünf, sechs und sieben können nicht zu G9 wechseln, weil eine Minderheit dies verhindert. Damit wird das Mehrheitsprinzip umgekehrt. Kurz gesagt: Jeder der G8 will, bekommt auch G8. Viele die G9 für ihr Kind wollen, bekommen es nicht. Dies ist die Wahlfreiheit nach schwarz-grüner Logik. Anscheinend wird so versucht, die unsinnigste Bildungsreform in der Geschichte Hessens durch die Hintertür zumindest teilweise zu retten“, sagte Hartmann am Mittwoch in Wiesbaden.

An einigen Schulen sei der Wechsel eines kompletten Jahrgangs lediglich an einer Gegenstimme gescheitert. „Bei solchen Ergebnissen von einem Schulfrieden zu sprechen, wie CDU und Grüne es ständig tun, ist schon mehr als zynisch. Das von Schwarz-Grün durchgesetzte Verfahren hat viel Zwist und Streit in den Schulen ausgelöst“, so die SPD-Bildungspolitikerin.

„Wir bedauern es weiterhin, dass die Koalition nicht bereit war, über Alternativen zu ihrem Vorgehen auch nur ansatzweise ernsthaft zu diskutieren“, sagte Hartmann.