Dr. Thomas Spies: Der Einsatz von Waffengewalt ist immer falsch

In der heutigen Plenardebatte zur Erinnerung an den Beginn des 1. Weltkriegs hat der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Thomas Spies jegliche kriegerischen Auseinandersetzungen nachdrücklich verurteilt. „Wer über den historischen Krieg spricht, der kann zu den heutigen Konflikten nicht schweigen. Es gilt, sich der Entmenschlichung durch den technisierten Krieg entgegenzustellen. Beim Einsatz von wie auch immer gearteter Waffengewalt gibt es kein richtig, sondern nur unterschiedliche Grade von falsch. Globaler Frieden braucht globale Systeme der Anerkennung, des Ausgleichs und des Respekts der Staaten. Denn nicht gerechte oder ungerechte Empörung verhindert Gewalt, sondern systematische Deeskalation. „Lieber hundert Tage verhandeln als eine Minute schießen“ hat Helmut Schmidt einmal gesagt“, so der SPD-Politiker am Mittwoch in Wiesbaden.

Ein von allen als gerecht erlebter Ausgleich der Interessen, der wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen werde auf Dauer Kriegstreibern das Handwerk legen. „Wer ein gutes Leben und etwas zu verlieren hat, der ist weniger verführbar“, sagte Spies.