Thorsten Schäfer-Gümbel: Tafeln sind Stachel im Fleisch des Sozialstaates – Dank und Respekt für die Arbeit der Tafeln

Der stellvertretende SPD Bundesvorsitzende und hessische Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hat anlässlich des 20. Bundestafeltreffens, das zurzeit in Wiesbaden stattfindet, die Arbeit der Tafeln in Hessen und bundesweit gewürdigt. Sie seien allerdings auch ein Stachel im Fleisch des Sozialstaates. „Die vielen ehramtlichen Helferinnen und Helfer bei den Tafeln tragen maßgeblich dazu bei, dass bedürftige Menschen dringend notwendige Hilfe in Form von Lebensmitteln erhalten Sie sind für viele Menschen der letzte Anlaufpunkt in größter Verzweiflung. Daher gilt mein besonderer Dank und Respekt den zahlreichen Ehrenamtlichen, die Verantwortung für Bedürftige übernehmen. Gleichzeitig sind die Einrichtungen jedoch auch das sichtbare Zeichen für zunehmende Ungerechtigkeit und Ungleichheit. Sie sind der Stachel im Fleisch des Sozialstaats. Sie mahnen uns täglich die Auseinandersetzung für mehr soziale Gerechtigkeit zu führen", sagte Schäfer-Gümbel am Freitag in Wiesbaden.

Die rasant ansteigende Zahl von Tafeln in den letzten Jahren sei alarmierend . Tafeln dienten dazu, schwierige Zeiträume für Menschen zu überbrücken, die in die Arbeitslosigkeit geraten seien und deren Suche nach einer neuen Erwerbstätigkeit auch von der Angst geprägt sei, sich und ihre Familie nicht ernähren zu können. „Das Ziel unseres politischen Handels muss darin liegen, dass weniger Menschen auf Tafeln angewiesen sind und die Armut überwunden wird, die Tafel überhaupt erst notwendig macht“, so der SPD-Politiker.