Thorsten Schäfer-Gümbel: Kulturwandel bei Deutsche Bank fällt aus

Der hessische SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hat nach der Hauptversammlung der Deutschen Bank am Montag die Debatte zur Erhöhung der Gehälter von Investmentbankern als „vollkommen fehlplatziert“ bezeichnet. „Die Vorstände der Deutsche Bank Anshu Jain und Jürgen Fitschen hatten eine neue Kultur versprochen – liefern aber alten Wein in neuen Schläuchen. Der Kulturwandel fällt offensichtlich aus. Mit der Erhöhung der Zahlungen an Investmentbankern wollen sie sich um eine europäische Regelung zu den ausufernden Boni-Zahlung in der Branche herummogeln. Das ist ganz offensichtlich weder im Sinne der Aktionäre, noch steht es im Verhältnis der Bezahlung anderer Arbeitnehmer. Die Manager der Deutschen Bank erhielten im letzten Jahr insgesamt 4,5 Milliarden Euro an Boni und Gehältern, davon 2,1 Milliarden an Erfolgsprämien. Für die Aktionäre blieben 765 Millionen Euro. Die Deutsche Bank läuft Gefahr, einen Ruf als „Boni-Bank“ zu bekommen. Es ist bedauerlich, dass die Deutsche Bank aus Fehlern nicht lernt. Dabei brauchen wir dringend im globalen Wettbewerb eine erneuerte und geerdete Großbank“, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Wiesbaden.