Kerstin Geis: Elternwillen endlich ernst nehmen

Die SPD-Abgeordnete Kerstin Geis hat in der Aktuellen Stunde des Hessischen Landtags der Landesregierung vorgeworfen, dass diese nicht für Schulfrieden, sondern für Unfrieden an Hessens Schulen sorge. „Der vielerorts geäußerte große Unmut unter den Eltern macht deutlich, dass die Landesregierung derzeit keine Mühen scheut, den Unfrieden an hessischen Gymnasien auf die Spitze zu treiben und das Chaos, den Unwillen und die Frustration zu maximieren. Wo vorher konstruktiver Diskurs erfolgte, gibt es jetzt Streit“, sagte Geis am Donnerstag in Wiesbaden.

Beispiele aus Städten und Kreisen verdeutlichten, dass die Schulgemeinden aus Eltern, Lehrern und Schülern in der konkreten Auseinandersetzung mit den Nachbesserungen des Schulsystems allein gelassen werden, so die SPD-Politikerin. „Statt wirklicher Wahlfreiheit zwischen G8 und G9, statt versprochener Klarheit und Sicherheit herrscht Frust, Unsicherheit und konzeptionelle Verwirrung vor. Die Wünsche und berechtigten Anliegen der Eltern werden nicht ernst genommen“, so Geis.

Dort wo man in Hessen gänzlich zu G9 zurückgekehrt sei, sehe es anders aus. Hier sei wie auch in der Praxis in anderen Bundesländern die Lösung zu suchen.