Heike Hofmann: Weiterer Ausbau der Prävention von Kindesmissbrauch notwendig

Anlässlich des Berichts des Darmstädter Echos vom heutigen Freitag über das Präventionsprojekt „Kein Täter werden“ an der Gießener Uniklinik hat die stellvertretende Fraktionsvorsitzende sowie rechtspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Heike Hofmann einen weiteren dezentralen Ausbau solcher Beratungs- und Therapieangebote gefordert. Das Projekt in Gießen soll Menschen mit pädophilen Neigungen dabei unterstützen, nicht straffällig zu werden.

„Durch solche Beratungs- und Therapieangebote wird wichtige Präventionsarbeit geleistet. Sie ist unverzichtbar, um potentielle Straftaten zu verhindern. Als hessische SPD fordern wir seit Jahren gerade in diesem Bereich eine stärkere Präventionsarbeit. Bereits mit einem Antrag aus dem Jahr 2012 hat die SPD weitere Anstrengungen der Landesregierung in diesem Bereich eingefordert“, sagte Hofmann am Freitag in Wiesbaden.

„Zudem müsse die Präventionsarbeit auch bei Kindern, Eltern, Erziehern, Lehrern und in Vereinen ansetzen. Die Erziehungskompetenz der Eltern in diesem Bereich bedarf einer Stärkung. Auch müssen Kinder umfassend altersgemäß aufgeklärt werden, etwa im Rahmen der Sexualerziehung. Weiterhin müssen hauptamtlich in Bildungs- und Erziehungseinrichtungen tätige Personen verstärkt für Gefahren sensibilisiert und auf richtige Intervention und Hilfeleistung vorbereitet werden. Um solche Straftaten zu verhindern bedarf es eines Maßnahmenbündels. Hier gibt es noch viel Handlungsbedarf“, so die SPD-Abgeordnete.