Gerhard Merz (SPD): Große Übereinstimmung der Wohlfahrtsverbände mit SPD-Eckpunkten

Der familienpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Gerhard Merz hat am Mittwoch die von der Liga der Wohlfahrtsverbände vorgestellten Bedingungen für eine gute Kita-Qualität begrüßt. „Wir fühlen uns durch die heutige Stellungnahme der Liga zu den Bedingungen für gute Kita-Qualität in vollem Umfang bestätigt. Zukunftsfähige Kitas, in denen die optimale Förderung aller Kinder von Anfang an gelingen kann, brauchen gute strukturelle Voraussetzungen für ihre Arbeit. Sie brauchen kleinere Gruppen und eine bessere Personalausstattung. Auch bei der SPD steht die Frage der Verkleinerung der Gruppen im Zentrum. Wir wollen Gruppen von 8-10 Kindern im U3-Bereich und von maximal 20 Kindern im Ü3-Bereich. Das ist ein großer Schritt nach vorne und ein entscheidender Beitrag zur Verbesserung der Strukturqualität. Es schafft auch die Voraussetzung für eine wirklich inklusive Pädagogik in den Kitas. Gerade in diesem Punkt fühlen wir uns auch durch die Stellungnahme des Landesverbandes der Lebenshilfe bestätig“, sagte Merz am Mittwoch in Wiesbaden.

Der SPD-Abgeordnete erinnerte daran, dass die SPD-Landtagsfraktion am Montag Eckpunkte für ein modernes Kita-Gesetz vorgelegt habe. Auch die SPD sehe das von der Liga diagnostizierte Spannungsverhältnis zwischen den hohen fachlichen Anforderungen an die Fachkräfte in den Kitas und den strukturellen Rahmenbedingungen. „Deshalb wollen wir eine klare Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation. Dazu leistet die von uns angestrebte Verringerung der Gruppengrößen ebenso einen Beitrag wir unsere klare Priorität für die mittelbare pädagogische Arbeit“, so Merz.

Die Leistungsfähigkeit einer Kinderbetreuungseinrichtung hänge, das zeige auch die heute vorgestellte Studie, in hohem Maße davon ab, ob zusätzliche Zeit für Vorbereitung und Dokumentation, für Elternarbeit, für konzeptionelle Weiterentwicklung und für Qualitätsentwicklungs- und -sicherungsprozesse zur Verfügung stehe.

„Wir fühlen uns durch die fachliche Positionierung der Wohlfahrtsverbände darin bestätigt, dass wir mit unseren Eckpunkten für ein neues und besseres Kita-Gesetz auf dem richtigen Weg sind und freuen uns darauf, ein solches Gesetz in konstruktiven und sachorientierten Gesprächen mit unseren Partnern zu entwickeln“, sagte Merz.