Thomas Spies (SPD): Shanghai statt Marburg? SPD fordert Aufklärung über Zukunft der Partikeltherapie-Anlage

Das Bekanntwerden des von der Siemens-AG geplanten Abbaus der Partikeltherapie-Anlage am Marburger Klinikum werfe die Frage auf, ob Frau Kühne-Hörmann das Thema bis zur Landtagswahl nur aussitze oder tatsächlich keinen Ahnung habe, was am Klinikum vor sich gehe, erklärt der gesundheitspolitische Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Dr. Thomas Spies heute in Wiesbaden.

Die SPD fordert deshalb mit einem Dringlichen Berichtsantrag für den Wissenschaftsausschuss an diesem Mittwoch endlich Aufklärung über den Stand der Verhandlungen zur Umsetzung des „Letters of Intent“ sowie über die Verhandlungen zum Moratorium beim Stellenbau am Uniklinikum Marburg/Gießen. „Die Ministerin ist ein Totalausfall“, so Spies. Wer mit stiller Aufmerksamkeit dem Geschehen folge anstatt Initiative zu zeigen, solle besser den Hut nehmen und sich ein Arbeitsgebiet suchen, das weniger anspruchsvoll sei.

Während in den Medien mehr und mehr Details durchsickerten und die Frage in Raum stehe, ob die Marburger Anlage in Shanghai wieder aufgebaut werden solle, verstecke sich die Ministerin im Ausschuss hinter der Ausrede, über die laufenden Verhandlungen nichts preisgeben zu können. „Sind ihr die Berechnungen der Rhön AG zu den Kosten eines Betriebs der Anlage bekannt und wenn ja, von welchen Defizit wird darin ausgegangen?“ Statt Tacheles zu reden, mauere das Ministerium, während vor Ort Fakten geschaffen werden, kritisiert Spies.