Timon Gremmels (SPD): Puttrich und Rentsch sollen HSE-Angebot prioritär prüfen – Kohleblock 1 ist und bleibt verzichtbar

Der umwelt- und energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Timon Gremmels hat die Hessische Landesregierung dazu aufgefordert, das Angebot der Bereitstellung des Gaskraftwerks von HSE Darmstadt, prioritär zu prüfen. „Die Diskussion um den Kohleblock 1 des Kraftwerkes Staudinger und die Frage einer ‚Kaltreserve‘ nimmt langsam skurrile Formen an. Es ist zu offensichtlich, dass der großkonzernfreundliche FDP-Klüngel eine entscheidende Rolle spielt. Rößler, Rentsch und der ihnen parteilich nahestehende Chef der Bundesnetzagentur spielen sich gegenseitig den Ball zu und legen ihn E.On auf den Elfmeterpunkt zu Lasten der Region und der Energiewende“, sagte Gremmels am Freitag in Wiesbaden.

„Niemand spricht darüber, dass der Gas-betriebene Staudinger-Block 4 diese Rolle jederzeit übernehmen könnte. Gas ist in dieser Situation klimapolitisch unschlagbar. Zudem hatte E.On in den Block 4 ja investiert“, so der SPD-Energieexperte.

„HSE wäre bereit, die Kaltreserve zu stellen. Dieses Angebot muss von der Landesregierung und der Bundesnetzagentur prioritär geprüft werden. Im Moment tun noch alle so, als würde es das Angebot nicht geben. Damit gibt es noch einen Grund weniger, die umweltbelastende Kohle bei Staudinger zu verfeuern. Da Gas etwas teurer ist als Kohle, geht es letztendlich wohl einzig darum, E.On an dieser Stelle die Gewinnmaximierung zu ermöglichen“, sagte der SPD-Abgeordnete. Gremmels forderte Puttrich und Rentsch deshalb auf, im für den 4. September angekündigten Gespräch mit der Netzagentur und weiteren Beteiligten das HSE-Angebot einzubringen.