Uwe Frankenberger (SPD): Landesregierung und nordhessische Wirtschaft dürfen sich ihrer Verantwortung nicht länger entziehen

Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Uwe Frankenberger hat die Hessische Landesregierung und die nordhessische Wirtschaft aufgefordert, sich nicht länger ihrer Verantwortung gegenüber dem Flughafen und der gesamten Region Nordhessen zu entziehen und endlich den seit langem beschlossenen Antrag zur Entwicklung des Flughafens Kassel-Calden (Drucksache 18/2349) umzusetzen. Dieser sieht unter anderem auch die Beteiligung der nordhessischen Wirtschaft an dem Projekt und die Ansiedlung luftfahrtaffiner Betriebe am Flughafen vorsieht. „Die permanente öffentliche Debatte zur Situation des Flughafens Kassel-Calden ist wenig hilfreich. Vielmehr wäre es notwendig, sorgfältig und in Ruhe die vorhandenen Anlaufschwierigkeiten des Flughafens zu lösen", sagte Frankenberger am Donnerstag in Wiesbaden.

Zu den Äußerungen des hessischen Justizministers Jörg-Uwe Hahn, dass die Startschwierigkeiten des Flughafens im Kern auf die ,,nordhessische Mentalität" zurückzuführen seien, erklärte der nordhessische Abgeordnete: ,,Mit dieser diffamierenden Äußerung gegenüber einer ganzen hessischen Region hat sich der Dampfplauderer Hahn einmal mehr als geistiger Tiefflieger entlarvt, für die er spätestens am 22. September von den Nordhessen die Quittung erhalten wird“, sagte der SPD-Politiker.