Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD): Standort Rüsselsheim darf nicht geschlossen werden

Der hessische SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hat an die Konzernleitung von Hewlett-Packard appelliert, den Standort Rüsselsheim zu erhalten. „Wir stehen solidarisch an der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Schließung des Standortes Rüsselsheim würde mit Datum 31. Oktober mindestens 750 Arbeitsplätze auf einen Schlag vernichten. Das ist nicht hinnehmbar. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würde dies in die Arbeitslosigkeit treiben. Neben der persönlichen Belastung, die mit einem solchen Einschnitt verbunden ist, würde dies auch eine empfindliche Schwächung der regionalen Wirtschaftskraft bedeuten. Die Pläne der Konzernleitung, den Standort Rüsselsheim zum 31. Oktober 2013 zu schließen, halten wir für völlig inakzeptabel“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Wiesbaden.

Schäfer-Gümbel verwies auf die Forderungen des Hewlett-Packard-Betriebsrates. „Wir unterstützen die Linie des Betriebsrates. Die SPD fordert die Geschäftsleitung von HP auf, die Schließungspläne fallen zu lassen. Ziel der Planungen muss der Erhalt des Standortes und nicht dessen Schließung sein. Wir fordern die Konzernleitung auf, einen langfristigen Business-, Personal- und Ausbildungsplan aufzustellen, den notwendigen Personalabbau auf freiwilliger Basis und über das ganze Unternehmen hinweg zu realisieren und dabei auch kontinuierliche Vorruhestandsprogramme mit einzubeziehen. Zudem gilt es, insbesondere junge Mitarbeiter im Hinblick auf den existierenden Fachkräftemangel zu fördern. Eine betriebsbedingte Kündigungswelle muss ausgeschlossen werden“, so Schäfer-Gümbel.

Gleichzeitig erwarte die SPD, dass sich Ministerpräsident Bouffier ebenfalls auf die Seite der Mitarbeiter stelle und bei der Geschäftsleitung ebenso gegen eine Standortschließung interveniere. Der Umgang der Geschäftsführung mit den Beschäftigten sei stillos.