Günter Rudolph (SPD): Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion Günter Rudolph hat sich über die heutigen Erklärungen von CDU und FDP „außerordentlich verwundert“ gezeigt. „Wir verstehen nicht, warum Abgeordnete Äußerungen des Landtagspräsidenten in öffentlich einsehbaren Interviews wie dem in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen nicht kommentieren dürfen. Ein Interview in einer weitverbreiteten hessischen Tageszeitung kann wohl kaum als vertraulich bezeichnet werden. Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Die jüngsten parlamentarischen Entgleisungen – die im Übrigen für jeden hörbar waren – gingen doch eher auf das Konto der Regierungsfraktionen. Wer Stil einfordert, sollte ihn selbst auch waren!“, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Wiesbaden.

Rudolph bekräftigte, dass Landtagsdebatten auch einmal hitzig geführt werden könnten. „Das liegt in der Natur der Sache – persönliche Beleidigungen und Entgleisungen gehören aber nicht ins Parlament. Dem Landtagspräsidenten obliegt die Verantwortung, dies zu gewährleisten. Wir gehen davon aus, dass er dieser Pflicht in der kommenden Plenarwoche nachkommen wird“, so Rudolph.