Thorsten Schäfer-Gümbel und Claudia Amier gegen Lohn- und Sozialdumping bei den Bodenverkehrsdiensten

Anlässlich der morgen anstehenden entscheidenden Abstimmung im Europäischen Parlament haben sich der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel und die Betriebsratsvorsitzende der Fraport AG Claudia Amier erneut gegen Lohn- und Sozialdumping bei den Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste am Frankfurter Flughafen ausgesprochen. „Wir sprechen uns ausdrücklich gegen eine weitere Marktöffnung in dem Bereich und gegen Zwangsausgliederung der Bodenverkehrsdienste aus dem Flughafenunternehmen aus. Wir fordern ein Verbot der Untervergabe der Dienstleistung, eine Verpflichtung aller Dienstleister am Flughafen repräsentative Tarifverträge anzuwenden und eine Verpflichtung zur Übernahme von Beschäftigten bei der Vergabe der Abfertigungslizenz an Drittabfertiger. Es darf keine Ausweitung der Selbstabfertigungsrechte der Luftverkehrsgesellschaften geben“, sagte Schäfer-Gümbel und Amier bei einem gemeinsamen Termin am Flughafen Frankfurt am Montag.

Hintergrund ist die Entscheidung des Verkehrsausschusses des Europaparlaments zur Liberalisierung auf dem Sektor der Bodenverkehrsdienste. „Die Verordnung ist ein schlechter Kompromiss zu Lasten der Beschäftigten. Die SPD hat immer bekräftigt, dass sie die Liberalisierung ablehnt. Ohne Not dürfen weder gute Arbeitsplätze noch hohes Qualitätsniveau gefährdet werden“, so Schäfer-Gümbel.

Amier bekräftigte, dass sich die Einkommens- und Arbeitsbedingungen in den letzten Jahren bereits erheblich verschlechtert und teilweise bereits in den Niedriglohnbereich entwickelt hätten.
„Wir stehen auch weiterhin an der Seite der Beschäftigten und setzen uns für eine angemessene und faire Entlohnung ein“, sagte der SPD-Politiker.