Uwe Frankenberger (SPD): Hessen braucht wirksame Strategien zur Reduzierung von tödlichen Verkehrsunfällen

Als „Ignoranz gegenüber einer besorgniserregenden Entwicklung“ hat der verkehrspolitische Sprecher der SPD Landtagsfraktion Uwe Frankenberger die Haltung von CDU und FDP angesichts steigender Unfallzahlen mit tödlichem Ausgang in Hessen in den letzten Jahren bezeichnet. „Im Antrag von CDU und FDP werden die Herausforderungen bezüglich der Verkehrssicherheit ignoriert. Schwarz-Gelb verfällt in Selbstzufriedenheit und verdrängt die Probleme. Wirksame Strategien zur Reduzierung von tödlichen Verkehrsunfällen fehlen völlig. Jedes Unfallopfer ist eines zu viel“, sagte Frankenberger am Donnerstag in Wiesbaden.

Der Verkehrsexperte wies darauf hin, dass entgegen dem Bundestrend in Hessen die Anzahl der Verkehrstoten um 20 Todesopfern im letzten Jahr gestiegen sei. „Auch von 2011 auf 2012 stieg die Anzahl der Verkehrstoten in Hessen von 250 auf 263. Es handelt sich hier um eine besorgniserregende Entwicklung, deren Ursachen man dringend nachgehen muss, um geeignete Maßnahmen zur zukünftigen Vermeidung treffen zu können. Vor allem außerhalb des Bereiches der Autobahnen ist die Anzahl der der Verkehrsunfälle mit toten und Schwerverletzten stark gestiegen. Daher hilft die Fokussierung auf ein Tempolimit von 120 auf Autobahnen hier überhaupt nicht. Anstatt die Fundamentalpositionen zum Tempolimit zu vertreten, sind differenzierte Maßnahmen nötig“, so der SPD-Abgeordnete.

„Die Landesregierung ist bei diesem Thema gefordert. Die Verkehrsteilnehmer in Hessen haben ein Anrecht darauf, zu erfahren, was in Hessen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Vermeidung von Verkehrsunfällen getan werden soll“, sagte Frankenberger.