Heike Habermann (SPD): Etikettenschwindel überhöht die wahre Zahl neuer Lehrerstellen

Die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion hat die angeblich 105-prozentige Lehrerversorgung der Schulen in Hessen als „Etikettenschwindel“ bezeichnet. „Lediglich 200 neue Stellen wurden zum Schuljahr 2013/2014 geschaffen. Mit kreativer Rechenkunst wurden daraus 1600. Das Kultusministerium hat vorhandene Stellen einfach als neue etikettiert und aus eigentlichen 105 Prozent für alle Schulen sind stillschweigend nur 104 Prozent Lehrerversorgung geworden“, sagte Habermann am Mittwoch in Wiesbaden.

Auch dieses Mehr an Stellen käme nicht in diesem Umfang in den Schulen an, da diese nur mit Taschenspielertricks zustande kämen. „CDU und FDP haben die Hoffnung, dass den Schulen die Diskrepanz zwischen den Zahlen auf dem Papier und der Realität erst nach der Wahl richtig bewusst werden. Diese Hoffnung ist trügerisch, weil Schwarz-Gelb hier genau wie bei der Ganztagsschulentwicklung, der inklusiven Beschulung und der individuellen Förderung Etikettenschwindel betreiben“, so die SPD-Politikerin.