Wolfgang Decker (SPD): Vodafone Standort Eschborn muss gesichert werden

Ein „umfassendes Standortsicherungskonzept“ sowie einen „Zukunftssicherungstarifvertrag für den Vodafone-Standort Eschborn“ forderte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Wolfgang Decker anlässlich der aktuell laufenden Verhandlungsgespräche zwischen dem Betriebsrat und der Konzernleitung. Während einer Mahnwache in Eschborn sicherte der Decker zugleich auch im Namen des SPD-Fraktions- und Landesvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel und der örtlichen Abgeordneten Nancy Faeser der Belegschaft die volle Unterstützung der SPD im Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze am Standort zu. „Wenn der Arbeitgeber sein Konzept umsetzt und 360 der bisher 850 Arbeitsplätze von Eschborn nach Düsseldorf verlagert, gerät mittelfristig der ganze Standort in Gefahr“, sagte Decker am Dienstag in Wiesbaden. Gleichzeitig richtete der SPD-Politiker die Forderung an die Konzernleitung, die Vorschläge des Betriebsrates für eine Standortsicherung ernst zu nehmen und in ein zukunftsweisendes Gesamtkonzept einzubeziehen.

Bereits zuvor hatte sich Schäfer-Gümbel persönlich an den hessischen Ministerpräsidenten gewandt und eine Unterstützung der Landesregierung bei der Durchsetzung eines Sicherungskonzeptes gegenüber der Konzernleitung gefordert. „Die SPD hat bewusst einen politischen Prozess in Gang gesetzt, um auf die akute Gefahr für den Standort hinzuweisen und einer drohenden Schleifung des Standortes Eschborn und seiner Arbeitsplätze öffentlich entgegen zu treten. Viele der 360 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können die angebotenen Arbeitsplätze in Düsseldorf aufgrund ihrer persönlichen Lebensumstände gar nicht annehmen. Ihnen droht die Arbeitslosigkeit, sollte der Konzern seine Pläne umsetzten. Daher fordern wir ein Umdenken in der Chefetage des Unternehmens“, so Decker.