Wolfgang Decker (SPD): Landesregierung muss endlich handeln

„Als empfindliche Schwächung des Vodafone Standortes Eschborn“ bezeichnet der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Wolfgang Decker die Pläne der Konzerngeschäftsleitung, 362 qualifizierte Arbeitsplätze nach Düsseldorf zu verlagern. „Die meisten der Betroffenen können das Beschäftigungsangebot in Düsseldorf aufgrund ihrer persönlichen Lebensumstände gar nicht annehmen. Damit ist der Weg in die Arbeitslosigkeit vorgezeichnet. Der Konzern muss sich bei der Durchsetzung seiner Verlagerungspläne zu Recht den Vorwurf mangelnder Transparenz gegenüber der Belegschaft gefallen lassen“, sagte Decker am Mittwoch.

Gemeinsam mit dem Landes- und Fraktionsvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel und der Wahlkreisabgeordneten Nancy Faeser habe die SPD dem Betriebsrat volle Unterstützung im Kampf um die Arbeitsplätze zugesagt. Die drohenden Maßnahmen würden zugleich eine Schwächung des Hochtechnologiestandortes Hessen im Bereich der Kommunikationstechnik bedeuten.

„Es wird Zeit, dass die Landesregierung bei der Konzernleitung klar und deutlich interveniert. Gleichzeitig fordern wir ein Standortsicherungskonzept für Eschborn beziehungsweise einen Zukunftssicherungstarifvertrag. Sollte die Geschäftsleitung an ihren nicht nachvollziehbaren Verlagerungsplänen festhalten, muss darüber hinaus ein tariflicher Sozialplan zur Unterstützung der Betroffenen vereinbart werden. Gerade angesichts einer erzielten Gewinnmarge von über drei Milliarden Euro muss das Unternehmen an seine sozialen Verpflichtungen erinnert werden“, so der SPD-Arbeitsmarktexperte.