Heike Habermann (SPD): Landesregierung wirtschaftet Grundschulen ab

Mit „Besorgnis“ hat die schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Heike Habermann die Ergebnisse des Grundschulleistungsvergleichs des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen in Berlin zur Kenntnis genommen. Hessen rangiert in den geprüften Kompetenzen im unteren Mittelfeld.

„Bei der internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) hatte Hessen noch den deutschen Mittelwert erreicht – nun fallen die hessischen Grundschüler nach unten ab. Das muss uns besorgen“, so Habermann.

Zu erklären sei diese Entwicklung vor allem mit der konsequenten Untätigkeit der Landesregierung bei der Qualitätsverbesserung und verfehlten bildungspolitischen Maßnahmen.

„G8/G9, die Einrichtung eines Landesschulamts, der ständige Koalitionsstreit um den islamischen Religionsunterricht und viele Konfliktfelder mehr binden offenkundig die Energie der Landesregierung und um die Herausforderungen an den Grundschulen kümmert sie sich nicht“, urteilte Habermann.

Für die SPD stellte sie fest, dass auch die Rahmenbedingungen an den Grundschulen, die insgesamt eine hervorragende Arbeit machten, verbessert werden müssten. So forderte sie die Einführung einer flexiblen Eingangsstufe an allen Grundschulen mit Doppelbesetzung und den deutlichen Ausbau der Ganztagsgrundschulen.

„Die Kinder brauchen mehr Zeit zum Lernen und die Lehrer mehr Zeit zum Lehren. Der Stillstand bei der Weiterentwicklung der Grundschulen muss beendet werden“, so Habermann.