Nancy Faeser (SPD): Halit-Platz ist ein Mahnmal gegen Fremdenfeindlichkeit

Die innenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Nancy Faeser hat bei der heutigen Einweihung des Halit-Platzes in Kassel den Ort als „Mahnmal gegen Fremdenfeindlichkeit“ bezeichnet. „Der schreckliche Mord an Halit Yozgat durch eine rechtsradikale Terrorzelle hat uns alle tief erschüttert. Nicht nur die furchtbare Tat vom 6. April 2006, auch die Tatsache, dass die tatsächlichen Umstände so lange im Dunkeln bleiben konnten, muss uns alle wachrütteln. Es ist bis heute unerklärlich, dass der Kasseler Mord so lange unaufgeklärt bleiben konnte. Unser Mitgefühl gilt vor allem der Familie des Opfers. Tief berührt hat heute die Rede seines Vaters“, sagte die SPD-Politikerin am Montag in Kassel.

„So etwas darf nie wieder geschehen. Der Mord muss uns alle mahnen, uns noch stärker dafür einzusetzen, dass Vorurteile gegen Migranten in jeder Form überwunden werden“, so Faeser. Sie rief dazu auf, künftig mit wachem, unverstelltem Blick Straftaten im türkischen und muslimischen Umfeld nachzugegehen. „Die ausländerfeindlichen Morde der Zwickauer Zelle haben uns exemplarisch die Schwächen unseres eigenen Systems aufgezeigt.“