Heike Hofmann (SPD): SPD-Landtagsfraktion fordert umfassende Aufklärung zum Totschlag in der JVA Kassel

Die justizpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Heike Hofmann, hat angesichts der heutigen Presseberichterstattung in der HNA erneut Aufklärung von Seiten der Landesregierung gefordert. „Im nächsten Unterausschuss Justizvollzug muss seitens der Landesregierung umfassende darüber informiert werden, ob der Tod des Gefangenen hätte verhindert werden können. Es muss auch geklärt werden, ob es bezüglich der psychischen Auffälligkeiten des Mitgefangenen eine Fehleinschätzung seitens der Anstalt gegeben hat“, sagte Hofmann am Donnerstag in Wiesbaden.

Nach dem vorliegenden Pressebericht habe es vor dem Haftantritt des nun wegen Totschlags verdächtigen Mitgefangenen Hinweise darauf gegeben, dass dieser psychisch auffällig gewesen sein soll. Eine Gefängnispsychologin habe einen Hinweis auf eine psychische Störung eines Mitarbeiters der JVA Berlin, in der der Gefangene zuvor untergebracht gewesen sei, überprüft und neu bewertet und keine Anhaltspunkte für eine psychische Auffälligkeit des Gefangenen gesehen.