Heinz Lotz (SPD): Wir erwarten vom Runden Tisch eine für alle tragbare Lösung

Heinz Lotz, forstpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, hat die Umweltministerin gewarnt, die heute beginnenden Kompromissgespräche zum neu zu regelnden Waldbetretungsrecht als Alibi-Veranstaltung zu missbrauchen. „Wir erwarten vom Runden Tisch, dass er zu einem für alle Waldnutzergruppen tragbaren Ergebnis führt“, sagte Lotz am Montag in Wiesbaden. „Die Umweltministerin brachte mit ihrem ersten Entwurf bereits halb Hessen gegen sich auf und nimmt nun höchstselbst die Vermittlerrolle ein. Da besteht durchaus die Gefahr der einseitigen Moderation.“

Lotz bezeichnete das ganze Verfahren als „unerträglich“. „Da wird bewusst ein Streit vom Zaun gebrochen, der über Wochen hinweg geführt wird, und die Landesregierung wartet lediglich ab, was passiert. Erst nach vielen Protesten aus der Öffentlichkeit und nach mehrmaliger Aufforderung von uns, gemeinsam mit allen Betroffenen eine Lösung zu suchen, wurde der Runde Tisch installiert. Für uns ist der gesamte Vorgang ein einziges Eingeständnis des Versagens“, sagte der Sozialdemokrat.