Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD): Klare Worte gegen Zocker-Mentalität mancher Banken

„Die Krise der Finanzmärkte bedroht die Realwirtschaft und es ist höchste Zeit, dass sich die Unternehmen, die reale Werte schaffen, gegen das weltweite Kasinospiel einiger Teile der Finanzwirtschaft wehren, die noch immer nicht aus ihren Fehlern der Vergangenheit gelernt haben“, sagte Schäfer-Gümbel am Freitag in Wiesbaden. „Das ist Wasser auf die Mühlen der SPD und zeigt zugleich, welcher Unmut sich in der Wirtschaft über den mangelnden Regulierungswillen der Bundesregierung angestaut hat.“

Wenn Munich-Re-Chef Nikolaus von Bomhard von einer „unheilvollen Allianz von Staat und Banken“ spreche und sich erneut für die Trennung von klassischen Bankgeschäften und Investmentbanking ausspreche, müssten auch „bei Schwarz-Gelb endlich die Warnlampen angehen.“ „Die Aufspaltung oder organisatorische Trennung dieser Geschäftsbereiche ist das Gebot der Stunde – einige Manager der Realwirtschaft sind da deutlich weiter als beispielsweise der hessische Ministerpräsident, der die Risiken immer noch ignoriert, wie in seinen jüngsten Äußerungen zur Deutschen Bank deutlich geworden ist.“

„Viele Banker sehnen sich danach, dass der Ruf der Finanzwirtschaft nicht von rücksichtlosen Zockern ruiniert wird. Auch ihnen stärken die zunehmenden Appelle aus der Realwirtschaft den Rücken.“